Unfruchtbarkeit beim Mann

Männliche Unfruchtbarkeit

  • In den meisten Fällen kann geholfen werden

    Stellt sich keine Schwangerschaft ein, geht ein sehnlichster Kinderwunsch nicht in Erfüllung, wird in den meisten Fällen die Ursache bei der Frau gesucht.

    Dies ist jedoch ein Irrtum, denn die Ursache hierfür liegt prozentual gesehen zu 50 Prozent beim Mann.

    Umwelteinflüsse sind nicht zu unterschätzen
    Dass dem so ist, hat vor allem in den vergangenen Jahrzehnten seine Ursachen.
    Ein Mann ist oft beruflich bedingt stärker Umwelteinflüssen ausgesetzt als eine Frau, mit der Folge, dass seine sowieso anfälligen Keimdrüsen durch Abgase, Röntgenstrahlen oder Umweltgiften – vor allem Pflanzenschutzmitteln - aller Art angegriffen werden.

    Dadurch wird die Zeugungsfähigkeit eines Mannes beeinträchtigt oder gar verhindert, er produziert dadurch zu wenige der normalerweise aktiven, bewegungsunfähigen Spermien, was auch zu einer Fehlbildung bis hin zur Sterilität führen kann.


  • Beeindruckende Zahlen

    Unglaubliche 20 Millionen Spermien pro Milliliter enthält die Samenflüssigkeit bei nur einem Erguss, zur Befruchtung genügt nur die Hälfte, diese Hälfte allerdings muss fit und beweglich sein. Obwohl nur ein Spermium die Eizelle erreichen muss, gelingt dies bei 30 Prozent der Männer nicht.

    Die häufigsten Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit:

    Krampfadern in den Hoden
    Es ist zwingend, dass bei einer ausbleibenden Schwangerschaft auch der Mann sich einer ärztlichen Untersuchung unterzieht. Bei etwa 20 Prozent der Männer, die sich einer urologischen Untersuchung unterziehen, werden Krampfadern in der inneren Samenleitervene diagnostiziert. Dadurch erwärmen sich die Hoden, was zu untauglichem Sperma führt. Hier hilft nur eine Verödung der Krampfader.



  • Weitere Störungen beim Mann

    Entzündungen
    Oft aber sind es auch nicht bemerkte Entzündungen, die zu einem Verschluss der ableitenden Samenwege führen. Auch hier kann der Urologe durch verschiedene Therapiemöglichkeiten helfend eingreifen.

    Psychosomatische Ursachen
    Noch ein Punkt spielt bei Männern eine zunehmend große Rolle: psychosomatische Störungen durch Stress und seelische Belastungen, beispielsweise durch ein Burnout-Symptom. Ist dies der Grund, dann kann sich ein Mann durch Therapien, Sport, Yoga oder eine Kur helfen lassen.

    Das „Klinfelter-Syndrom“
    Es können aber auch genetische Ursachen sein, die allerdings nur in wenigen Fällen Grund für eine Zeugungsunfähigkeit sind. Dies kann beispielsweise das „Klinfelter-Syndrom“ sein, wo der Mann ein X-Chromosom zu viel hat und weniger männliche Hormone für die Samenproduktion bilden kann.

    Globozoospermie
    Das Fehlen des Akrosoms wird medizinisch als „Globozoospermie“ bezeichnet, was bedeutet, dass das vordere Ende des Samens, das sogenannte Hütchen, fehlt - nur mit dessen Hilfe kann der Samen in die Eizelle eindringen. Dieser Defekt ist, wenn überhaupt, nur durch eine künstliche Befruchtung, zu beheben.
  • Mumps – Verursacher in der Vergangenheit

    Oft liegen Ursachen einer männlichen Sterilität in der Vergangenheit. Ist ein Mann nach der Pubertät an Mumps erkrankt, kommt es in den meisten Fällen zu einer Hodenentzündung, der man nach der Genesung im Laufe der Zeit keine große Beachtung mehr schenkt. Doch diese Entzündung kann die Samenproduktion komplett zerstören, und eine medizinische Behandlung hat nur geringe Erfolgsaussichten.

    Fazit:
    Auch ein Mann muss im Zweifelsfalle unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, denn in den allermeisten Fällen kann ein Arzt auch helfen.