Je nach Art der Behandlung variieren die Kosten, die für eine Kinderwunschbehandlung anfallen können. Diese werden teilweise von gesetzlichen/privaten Krankenkassen getragen, aber auch von den betroffenen selbst.

Bei der Ovulationsinduktion und der intrauterinen Insemination hängt es davon ab, wie die Medikamente vertragen werden und anschlagen. Je nach Dosierung steigen die Kosten. Die zu behandelnden müssen ungefähr mit 200 bis 400 Euro rechnen, welche aber bei der Ovulationsinduktion in der gesamten Höhe von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden müssen. Bei der intrauterinen Insemination muss das Paar 50 Prozent der Kosten übernehmen. Die Krankenkasse leistet aber nur eine Zuzahlung, wenn das Sperma des Mannes verwendet wird und nicht von einer Samenspende stammt.

Bei einer IVF oder ICSI gibt es zwei verschiedene Komponenten. Dabei handelt es sich um Kosten für die Behandlung und für die Medikamente. Bei der ICSI-Behandlung sind die Kosten höher, denn die Arbeitsvorgänge im Labor sind umfangreicher. Bei der IVF-Behandlung werden Eizellen und Samenzellen ausgewählt und im Labor zusammengebracht. Bei der ICSI-Behandlung werden die Zellen durch eine spezielle Technik direkt zueinander gebracht. Danach wird im Labor beobachtet, ob die Befruchtung durch die in die Eizelle eingebrachte Samenzelle erfolgreich war. Anschließend werden maximal 3 Embryonen in der Gebärmutter eingesetzt.

Bei beiden Behandlungsarten werden gewöhnlich Medikamente und Gonadotropine verabreicht, um das Heranreifen er Eizellen und das wachsen der Follikel zu fördern. Dazu gehört beispielsweise GnRH-Analoga und hCG.

Jeder Patient reagiert anders auf die entsprechenden Medikamente. Man kann deswegen nicht schon vorher sagen, welche Medikamente und in welcher Dosierung benötigt werden. Man kann zudem nicht genau sagen, wie hoch die Kosten für die Medikamente ausfallen werden. Je Versuch kann man aber mit ungefähr 1 400 Euro rechnen.