Unfruchtbarkeit bei der Frau

Weibliche Unfruchtbarkeit

  • Die häufigsten Ursachen und deren Behandlungsmöglichkeiten


    Ein unerfüllter Kinderwunsch kann viele Ursachen haben, die von einem Facharzt eruiert werden müssen. Für eine Frau ist dies nicht nur eine seelische Belastung, sondern sie ist auch den sogenannten guten Ratschlägen von Verwandten und Bekannten ausgeliefert. Grundsätzlich gilt: Hausmittelchen oder gar Fruchtbarkeitssymbole im Schlafzimmer zu platzieren sind Humbug.

    Die Hauptursachen einer Unfruchtbarkeit bei Frauen sind Zyklusstörungen, eine nicht bemerkte Infektion, ein veränderter Hormonspiegel oder Einnistungsstörungen. Dazu gehören auch solche Störungen wie die Lebensdauer von Spermazellen und Eizellen und der Zeitpunkt des Eisprungs.

    Probleme beim Eisprung
    Bei rund einem Drittel der betroffenen Frauen sind es Störungen beim Eisprung (Ovulation) die eine Schwangerschaft verhindern. Hat der Frauenarzt eine solche Störung diagnostiziert, wird er eine medikamentöse Behandlung (beispielsweise mit dem Medikament „Clomifen Citrat“, ein synthetisch hergestelltes Östrogen) vorschlagen, die in den allermeisten Fällen auch hilft. Er wird aber auch darauf hinweisen, dass sich die Möglichkeit einer Mehrfachschwangerschaft deutlich erhöht.


  • „Buchführung“ ist unverzichtbar

    Individueller Ovulationstest
    Vorher jedoch wird der Frauenarzt sogenannte individuelle Ovulationstests durchführen. Hierzu gehören Qualität und Regelmäßigkeit des Eisprungs und wann und wie oft eine Frau Geschlechtsverkehr hatte. So ungewöhnlich dies auch scheinen mag, aber eine Frau mit solchen Problemen, sollte alles genau notieren, auch die Daten des Geschlechtsverkehrs.

    Frauen können den Eisprung spüren
    Den Eisprung kann eine Frau in den meisten Fällen selbst erkennen. Es gibt hierfür einige typische Symptome: ansteigende Libido, leichte Schmerzen im Bereich der Eierstöcke, eine etwas straffere Brust und evtl. stärkere und sich verändernde Vaginalausflüsse.
  • Hormonelle und anatomische Störungen

    Endometriose
    Die Ursachen einer dauerhaften oder vorübergehenden Unfruchtbarkeit einer Frau sind grundsätzlich in zwei Bereiche gegliedert: hormonelle Störungen und anatomische Störungen. Zu den häufigsten anatomischen Erkrankungen zählt die Endometriose. Laut Statistiken leiden sieben bis 15 Prozent aller Frauen unter einer Endometriose - etwa 30.000 Neuerkrankungen kommen jährlich dazu. Endometriose ist eine chronische, doch gutartige Gewebeerkrankung (vergleichbar mit der Gebärmutterschleimhaut) im Unterleib. Endometriose wird an den Eierstöcken, Eileitern, am Darm, an der Blase oder am Bauchfell diagnostiziert. Die Folgen kennen viele Frauen: Endometriose ist meist die Ursache für die Bildung von Zysten, Vernarbungen und Verwachsungen.

    Zervixschleiminsuffizienz
    Der Gebärmutterhalsschleim (Zervixschleim) ist ein Sekret, das im Gebärmutterhals (Zervix) produziert wird. Zervixschleim ist der „Wegbereiter“ für die Samenzelle auf dem Weg zur Befruchtung der Eizelle. Wird während des Eisprungs kein, zu wenig oder Zervixschleim ohne notwendige Elastizität produziert, können Spermien nicht zur Eizelle vordringen. Der Frauenarzt diagnostiziert eine Zervixschleiminsuffizienz durch sogenannte Postkoitaltests (PCT). Möglicherweise nimmt er dann vaginale Spülungen mit einer neutralisierenden Flüssigkeit (Natriumbicarbonat) vor.

    Expertenvideo zum Thema "Schwanger werden":


    Quelle: Nuk @youtube